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DIE PÄDAGOGISCHEN KONTEXTE
 

 

 

 

 

Gemeinsame systemische Ansätze/Kriterien in pädagogischen Kontexten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Methoden und Aktivitäten

 

 

Kontext

 

Theaterpädagogik

 

 

Methode 1

 

Inklusives Theater

 

Vorgestellt von Antonella Talamonti, Alberto Grilli

Wir bringen Menschen unterschiedlicher Kulturen und verschiedener Altersgruppen zusammen mit dem Ziel, im Rahmen theaterpädagogischer Arbeit einen gemeinsamen Aktionsraum zu finden. Theater und Musik können Raum geben für Erfahrungsaustausch, Emotionen und Ausdrucksweisen, denen eine konkrete Form gegeben wird. Die Individualität kann sich in einem kollektiven Raum ausdrücken. Durch die Theaterarbeit ermutigen wir Bürgerinnen und Bürger, MigrantInnen zu respektieren.

Wir unterrichten Module, die es erlauben, mit der kulturellen Welt einer transverbalen Sprache (Tonalität, Mimik, Gestik, Paralinguistik, räumliche Sprache) in Kontakt zu kommen. Das kann dazu beitragen, die Haltung von „Fremden“ zu verstehen.

Wir machen Straßentheater („Actions“), dass die Ergebnisse der Methode umfasst, die in Workshops erarbeitet wurden. Auf diese Weise begegnen die Zuschauer und Zuhörer unserer transverbalen Sprache und sehen dann die Themen mit anderen Augen.

 

 

Aktivitäten

 

  1. Spiegeln

 

Körperarbeit:

Hintergrundmusik, großer Kreis, die Teilnehmenden sitzen auf dem Boden. Ein TN geht in die Mitte des Kreises, setzt sich, ein anderer TN setzt sich ihm/ihr gegenüber, sie schauen sich in die Augen. Partner 1 beginnt sich, zu bewegen und Partner 2 imitiert diese Bewegungen (er spiegelt die Bewegungen), stets den Blickkontakt haltend. Verschiedene Körperteile bewegen sich im Sitzen. Die Seminarleitung gibt das Zeichen für den Rollentausch.

Ziel der Aktivität ist es, eine deutliche Wahrnehmung der Präsenz des Anderen/der Anderen im Sinne einer tiefen Erfahrung der „anderen Haltung“ zu zeigen.

 

Körper und Stimme:

Partnerarbeit: es finden sich Partner, die verschiedene Sprachen sprechen und sich verbal nicht verstehen. Die Aktivität ist so strukturiert wie die Aktivität „Spiegeln“, jedoch mit dem Fokus auf der Nachahmung des Gesichtsausdrucks.

 

 

Zunächst bildet Partner 1 Laute und einzelne Wörter seiner eigenen Sprache. Partner 1 bildet diese Laute in unterschiedlichen Modalitäten. Partner 2 macht diese Laute und Wörter nach. In einem zweiten Schritt bildet Partner 1 einfache, kurze Sätze und hebt sie durch Körpersprache hervor, die Partner 2 imitiert. Dann Rollentausch.

 

  1. Führen und Folgen

Arbeit mit der inneren Mobilität in der Aktivität Führen und Geführt werden.

 

Körperarbeit:

Eine Person beginnt, den Partner zu führen und dann die ganze Gruppe. (mit Hintergrundmusik). Die Gruppe steht hinter dem Führenden. Der Führende führt einfache Bewegungssequenzen aus, die die Gruppe nachahmt. Diese Aktion kann im Stand oder in der Bewegung ausgeführt werden.

Variation: Zwei oder mehrere Führende mit ihren Gruppen bewegen sich durch den Raum.

 

Körper und Stimme:

Blinde Person wird durch den Raum geführt. Die Partner sprechen verschiedene Sprachen. Partner 1 führt Partner 2 durch den Raum, ohne ihn zu berühren. Sie stehen nahe zusammen. Partner 1 singt ein Lied oder flüstert einen Reim, ein Gedicht in seiner Sprache in das Ohr von Partner 2. Partner B folgt mit geschlossenen Augen. Der, die Führende achtet dabei auf die anderen Paare, die durch den Raum gehen. Dann Rollentausch.

 

Aufwärmaktivitäten

Stellung im Raum, Übungen mit den Füßen, gerade Haltung der Wirbelsäule (sich Wirbel für Wirbel aufrichten und dann locker fallen lassen, dabei ruhiges Ein – und Ausatmen, Fokus auf die Körpermitte als Stütze des ganzen Körpers richten) Horizontale, vertikale Räume vor, hinter und neben dem Körper erkunden.

 

Körper- und Stimme – Aufwärmen

Die Seminarleitung führt einfache vokale Elemente ihrer Sprache ein, begleitet von Körperausdrucksformen, die die Gruppe (in Kreisform) imitiert. Beispiel: Die Teilnehmenden wiederholen Wörter wie ja, nein, vielleicht mit unterschiedlichen Haltungen. Die Teilnehmenden präsentieren ihre eigene Form der Vorstellung mit dem Wort „Hallo“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Wort zum Lied

Die gleiche Vorgehensweise wie vorher. Die Seminarleitung führt Wörter aus einer Liedstrophe ein. Nach und nach werden die Wörter auf Plakate geschrieben, die an den Wänden hängen. Dann führt die Seminarleitung die Melodie ein, indem sie die Melodie mit ihrer Körpersprache begleitet. Sie beginnt mit einer Zeile der Strophe und bringt dann Lyrik und Melodie zusammen. Das Lied sollte inhaltlich der Lebenswelt der Teilnehmenden entsprechen. Nach und nach entsteht das Lied. Die Seminarleitung schlägt verschiedenen Modalitäten vor: traurig, glücklich, zart, verärgert, nostalgisch, etc. Das so erlernte Lied wird später Teil der Theateraktion.

 

Der Handlungsrahmen/die Struktur einer Szene

Es wird mit Eindrücken, inneren Bildern, Visionen und Poesie gearbeitet. Die Struktur umfasst Elemente wie z.B. Kreise, Reihen, Großgruppen, Atmung, kleine Dialoge, Lieder und Poesie. Durch diese Formate und in diesen Formaten entwickeln sich interpersonelle Beziehungen im Gruppenkörper und unter Wirkung der Gruppenresonanz. Es entwickelt sich ein Gefühl der Zugehörigkeit und damit eröffnen sich Räume für Achtsamkeit, Selbstwertgefühl und Lösungen.

 

Vorgehensweise:

Die Seminarleitung führt einfache, konkrete Handlungen ein: Sitzen, Stehen, Blickkontakt aufnehmen, zeigen, jemandem folgen, sich begrüßen. Alle Handlungen werden kollektiv ausgeführt und basieren auf Nachahmung und Vervielfältigung. Zugleich haben die Teilnehmenden den Freiraum, gemäß ihrer eigenen rhythmischen und sensorialen Wahrnehmung mit der Gruppe und mit diesen Handlungen zu improvisieren.

 

2. Schritt: die Seminarleitung schlägt vor, einfache Objekte (z.B. Schuhe, Stühle, etc.) in die Aktion zu integrieren. Nach und nach werden die mit Liedern, Körpersprache und Raumverhalten erarbeiteten Handlungen miteinander verknüpft. Auf diese Weise bildet sich eine emotionale und physische Gruppenreise im Raum ab.

 

Die Handlungen werden dann in verschiedenen Raumformationen (Linien, Kreise, Gruppen) wiederholt und in eine kohärente Sequenz zusammengefasst, um eine dem Thema entsprechende Dramaturgie zu entwickeln, eine Geschichte, die Teilnehmenden und Zuschauenden nicht explizit, sondern eher implizit betrachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziele der Methoden

 

  • Künstlerische Arbeit auf der Grundlage von Theater, Bewegungstheater und Stimmbildung
  • Kreativität durch Nachahmung ohne reziprokes Fremdsprachenverständnis
  • Einsatz einfacher methodischer Mittel: Bewegung und Töne, die jeder bilden kann, um musikalische und theatralische Aktionen zu formen, die die Individualität jedes Einzelnen beachten
  • Die Arbeit basiert auf a) individuellen Ideen b) Nachahmung und Wahrnehmung des/der Anderen, des Andersseins c)Vervielfältigung
  • Vertrauensvolle Begegnungsräume im Partnerdialog und in Gruppen schaffen
  • Einen empathischen Kontext herstellen, indem die innere transverbale Sprache der Individuen beachtet wird

 

 

 

Zielgruppe

 

  • Laien, Menschen, die keine Theaterspielerfahrung haben, heterogene Gruppen (sozial, Alter, Ethnie, Geflüchtete, Lernbiografien)
  • Gemischte Gruppen
  • Coaches, Erziehende, Lehrende, Sozialarbeitende, interkulturelle MediatorInnen

 

 

 

Literatur

 

giving voice progetto europeo 2014 • playlist

la tempesta - 2018 • youtube

senza confini - Faenza (I) 2017-18 • youtube

azione per la gratitudine, Bergamo 2015 • youtube

la scena degli stranier di Giulia Bongi

l'accoglienza dei richiedenti asilo di Giulia Pelone

diario giving voice di Cecilia Melendrez Fassbender

giving voice: un’esperienza di alfabetizzazione e di inclusione sociale attraverso il teatro, di Giulia Silvia Russo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontext

 

Theaterpädagogik

 

 

 

Methode 2

 

Storytelling

Vorgestellt von Elisa Schellhorn de Sá

Storytelling hat eine lange Tradtion. Seit Menschengedenken erzählen sich die Menschen Geschichten mit den unterschiedlichsten Zielen. Storytelling ist gleichsam eine „transverbale Sprache“ , das bedeutet, dass das sprachliche Erzählen von Körperausdruck (Mimik, Gestik, Stimme ), von Symbolik und von Verhalten im Raum begleitet wird.

Diese Methode aktiviert verschiedenen Hirnareale gleichzeitig, die den Lernprozess fördern. Storytelling unterstützt im Lernprozess die Kreativität und erhöht die Aufmerksamkeit und Konzentration auf spielerische Weise. Des weiteren fördert diese Methode einen intensiven, wechselseitigen emotionalen Dialog zwischen dem Erzählenden und dem Zuhörenden, der im Laufe des Prozesses zum Erzähler wechseln kann. Die Zuhörenden assoziiert seine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen mit der Geschichte, mit dem Thema. Beide tauchen auf der persönlichen Erfahrungen in eine emotionale Welt. ( Siehe Joachim Bauer: Warum ich fühle, was du fühlst.) Dabei spielen die Spiegelneuronen eine wichtige Rolle.

 

 

 

 

 

Aktivitäten

 

  1. Hände im Dialog

Vor dem Hintergrund entspannter Musik schließen die Teilnehmende (TN) die Augen. Die Seminarleitung fordert die TN auf, sich vorzustellen, was die Hände erzählen würden, wenn sie eine Stimme hätten.

Die Seminarleitung kann einen Rahmen vorgeben oder die Übung komplett offen lassen.

Je nach Gruppengröße werden die Dialoge präsentiert, entweder im Plenum oder in kleinen Gruppen. Die Gruppen geben eine Zusammenfassung der vorgestellten Dialoge und/oder entscheiden sich für einen Dialog, den sie gemeinsam im Plenum vorstellen wollen.

 

  1. Ein Ende/ eine Lösung für eine Geschichte finden

Je nach Gruppengröße erzählt die Seminarleitung den Anfang einer oder mehreren Geschichten. Die Teilnehmenden führen die Geschichte individuell oder in kleinen Gruppen fort.

Die Teilnehmenden oder die Gruppe erzählen die Geschichte.

 

 

 

 

 

 

 

  1. Wortlos eine Geschichte erzählen

Die Seminarleitung bringt verschiedene Gegenstände mit und legt sie in die Mitte des Raums. In Begleitung entspannter Musik suchen sich die Teilnehmende einen Gegenstand aus und stellen sich eine kurze Geschichte vor, die sie anschließend in pantomimisch in Szene setzen.

Je nach Gruppengröße stellen die TN die kurze Geschichte im Plenum oder in kleineren Gruppen dar.

 

Nach der Szene versuchen die Teilnehmenden, die vorgestellte Geschichte zu interpretieren. Zum Schluss lösen die Darstellenden die Geschichte auf.

In einem zweiten Durchgang wählen die Teilnehmenden einen neuen Gegenstand aus. Dieses Mal stellen sich 2 oder 3 TN gleichzeitig in die Szene ohne sich abzusprechen und inszenieren gemeinsam die Geschichte.

Am Ende der Szene erzählen die Darstellenden ihre Version der kurzen Geschichte im Plenum.

 

 

 

 

Ziele der Methoden

 

  • Unterstützung der Kreativität
  • Die Lernerautonomie verbessern
  • Das Hörverständnis trainieren
  • Die Gruppendynamik verbessern
  • Die Teambildung fördern
  • Empathie und Lösungsorientierung verbessern.
  • Die transverbale Sprache stimulieren (Körpersprache, Stimme, Raumverhalten, Mimik, Gestik, Atmung, Muskeltonus)

 

 

 

Zielgruppe

 

  • Alle Lernendenpersönlichkeiten
  • Menschen mit einem besonderen sozialen Hintergrund

 

 

 

Implementierung

in

verschiedene Kontexte

 

 

Die Methode des Storytelling kann in folgenden Kontexten eingesetzt werden: Pädagogik, Therapie, Kino, soziale Medien, in der Kommunikation allgemein, Marketing. Weitere Kontexte: Beruf und Familie

 

 

 

 

Literatur

 

Frenzel, Karolina/Müller, Michael/Sottong, Hermann: Storytelling- Das Praxishandbuch. München/Wien 2006

Boal, Augusto: Jogos para atores e nao atores. Edicoes Sesc Cosacnaify 2015

 

 

 

 

 

 

Kontext

 

Theaterpädagogik

 

 

 

Methode 3

 

Stegreifspiel

Vorgestellt von Frank M. Weber

Auseinandersetzung mit theaterpädagogischen Methoden in der Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung, mit dem Ziel, sich spielerisch der Sprache zu nähern, einen Ort der Begegnungen zu schaffen und ihnen im Hier und Jetzt zu begegnen.
Neben dem didaktischen Erlernen der Sprache werden Spiele – Improvisation – Texte – Körperübungen – als ergänzendes Sprachtraining eingebaut. JETZT und HIER einen Ort der Begegnung schaffen! Durch SPIELEN! Ein gemeinschaftliches Austauschen von Lern-Impulsen mit dem Angebot von „Spiele-Übungen“, „Bild-Gestaltungen“, „Wahrnehmungen“ zu arbeiten, um sie als „persönliche Werkzeuge“ im Lebensalltag verwenden zu können. Der Arbeit liegt dabei ein humanistisches Menschenbild zugrunde.

 

 

 

 

Ziele der Methoden

 

  • sich spielerisch der Sprache zu nähern
  • einen Ort der Begegnungen zu schaffen
  • sich im Hier und Jetzt begegnen
  • “Spielen” als ein ursprünglicher Impuls im menschlichen Begegnen, Geschichten in Personen umsetzen
  • Übergabe der Verantwortung.
  • als ein „Ganzheitliches Lernen“ verstehen, um sich seiner Verantwortung in der Gemeinschaft bewusst zu werden

 

 

 

Zielgruppe

 

 

Fremdsprachenlernende und Lernende in anderen Kontexten

 

 

 

Literatur

Batz, M./ Schroth, H: Theater zwischen Tür und Angel.

Boal, Augusto: Theater der Unterdrückten; Frankfurt/M.

Johnstone, K: Theater Spiele; Berlin

Stevens, J.O.: Die Kunst der Wahrnehmung. München

Ebert, G./ Penka, R.: Schauspielen. Berlin 1981

Merkel, Johannes: Spielen, Erzählen, Phantasieren. Die Sprache der inneren Welt.München 2000

Frenzel, Karolina/Müller, Michael/ Sottong, Hermann: Storytelling – Das Praxishandbuch. München/Wien 2006

Merkel, Johannes: Spielen, Erzählen, Phantasieren. Die Sprache der inneren Welt. München 2000

 

 

 

Kontext

 

Fremdsprachenpädagogik

 

 

Methode 4

 

Didaktik-Mathetik-Methodik Grammatikmanufaktur

Vorgestellt von Josef Gibala

Voice Movement Icons (VMIs) sind das wissenschaftlich getestete Werkzeug, um die Speicherung und den Abruf von Vokabeln sowie die morphologischen und syntaktischen Strukturen zu erleichtern, zu beschleunigen und gegen das Vergessen resistent zu machen. VMIs werden als Metacodes synchron zu fremdsprachlichen Codes gelernt.

Die visuelle Sprache

Lehrperson zu sein heißt, SpezialistIn im Erklären zu sein. Im (Sprach)Unterricht wird das üblicherweise auf drei Ebenen durchgeführt: Dem (Vor)Machen, mittels der Gestik und unterstützend für alle Wortformen mittels der visuellen Sprache.

Für Lehrpersonen setzt das die Kenntnis von Phonemen, Graphemen und Visemen voraus.
Entwickelt aus den wissenschaftlichen Überlegungen bzw. Entdeckungen von Ferdinand de Saussure (Sprachwissenschaftler) und Harry McGurk (Entwicklungspsychologe). Oder klassisch mit Goethe ausgedrückt:

„Wir sprechen überhaupt zu viel, wir sollten viel mehr zeichnen!“

 

 

Methode 5

 

Die Psychodramaturgie Linguistique

Vorgestellt von Aurora Floridia

 

(PDL) ist eine humanistisch-erlebnisorientierte Methode für Spracherwerb und -vermittlung. Sie wurde1977 vom Pädagogen und Phonetikexperten Dr. Bernard Dufeu und seiner Frau Marie Dufeu konzipiert und wird seither kontinuierlich weiterentwickelt. Die PDL verdankt ihren Namen dem Psychodrama nach Jakob Moreno und der Dramaturgie, den beiden Quellen, die Bernard und Marie Dufeu anfänglich inspirierten. Eine weitere wichtige Quelle der PDL ist die verbo-tonale Methode von Petar Guberina. Diese bietet SprachlehrerInnen konkrete und effektive Instrumente für die Arbeit mit der Aussprache und ihrer Korrektur und

für die Förderung des Ausdrucksspektrums in der Fremdsprache. Sie ermöglicht außerdem einen nachhaltigen Zugang zu ihren prosodischen Elementen, ihrem Rhythmus und ihrer Melodie.

 

Aus dem Psychodrama von Moreno stammen u.a.:

Einige PDL-Haupttechniken (Doppeln, Spiegel, Rollenwechsel), welche dem pädagogischen Kontext angepasst und in den Sprachkursen angewandt wurden.

 

 

 

Das Verständnis und die Konzeption des Lehrenden, der zum „Begleiter/Assistenten“ wird, die theoretischen Grundlagen, z.B. die Konzeption des Individuums, der Gruppe, der Begegnung und der schöpferischen Spontaneität.

Aus der Dramaturgie resultieren u.a.:

Der Einsatz von neutralen Masken für den direkten Zugang zur Mündlichkeit und zur gesprochenen Sprache, um die Konzentration, das Zuhören und die Wiedergabe zu fördern.

Aktivierungsübungen, die auch in der Theaterpädagogik verankert sind und

dramaturgische Prinzipien, die als wirkungsvoller Leitfaden für den Aufbau und die Durchführung von kommunikativen Aktivitäten dienen und sich als wertvolle Instrumente für die Textauswahl erweisen.

Bei dieser Methode liegt am Anfang der Fokus auf der gesprochenen Sprache, um weiterhin Schritt für Schritt zur geschriebenen Sprache zu gelangen. Die Methode kann an die eigene Person (Lehrende als auch Teilnehmende) angepasst werden. Es ist eine kohärente Methode, die einem roten Faden folgt, dennoch bietet diese Methode viel Flexibilität in der Umsetzung. Der Ansatz ist teilnehmer- und gruppenorientiert. PDL motiviert die Teilnehmenden, sich von Beginn an auszudrücken und ermöglicht so Kommunikation durch Sprache und durch Bewegung.

 

 

 

Aktivitäten

 

PDL-Aufwärmübung - Der Gruppenspiegel:

Die Trainerin bittet die im Kreis sitzenden oder stehenden TeilnehmerInnen ihre Sprache, Wörter, Laute sowie ihre Bewegungen unmittelbar nach ihr gemeinsam

in Echo und Spiegel zu übernehmen. Dabei entwickelt sie eine sogenannte verbale Sequenz, um einen Gegenstand/ein Tier/ein Wesen, die die Gruppe im Spiegel

und Echo übernimmt. Je nach Gruppe und Intention kann man als TrainerIn offen lassen, mit wem man spricht oder es genau definieren.

 

Die Zauberkarten:

Jeder bekommt eine kleine Karte, die allerdings verzaubert ist, da man darauf ein Wort oder einen Satz lesen kann. Alle gehen durch den Raum und tauschen ihre Karten mit dem jeweiligen Wort/Satz aus, so gehen die Wörter von einem zum anderen. Man kann aber auch auf der Rückseite jeder Karte ein neues Wort lesen, das man auch wieder weitergeben kann, wenn man einer Person begegnet. Am Schluss kann die Gruppe in den Kreis kommen und alle Karten werden auf den Boden gelegt, jede/r sagt ein Wort, was noch präsent ist. Die Gruppe übernimmt

im Spiegel und Echo.

 

 

 

 

 

 

 

Hauptübung mit der Maske – „Doppeln auf verbalem Impuls“:

Hier auf Italienisch, unser Wort ist „amore“. Der Protagonist setzt sich vor die Gruppe. Die Trainerin setzt sich in die Dopplerposition, die anderen TN sitzen im Halbkreis vor dem Protagonisten, so dass sie ihn gut sehen können. Der Protagonist lässt ein Wort oder eine kurze Aussage kommen und kann dieses Wort dreimal mit intonatorischen Varianten anbieten. Die Trainerin übernimmt das Wort und baut darauf eine Sequenz auf (2x), der Protagonist übernimmt als Echo, was ihm passt. 2. Schritt: Die Sequenz wird mit der offenen Halbmaske von der Trainerin wieder aufgenommen, der Protagonist übernimmt erneut, was für ihn passend ist.

 

 

 

Ziele der Methoden

 

  • Ján Ámos Komenský (1592 –1670). „Die vollständige Kunst, alle Menschen alles zu lehren. Das Prinzip der Anschauung über alle Sinne in den Vordergrund zu stellen. Rasch, angenehm und gründlich zu lernen.
  • Die gesamte Jugend beiderlei Geschlechts zu lehren.“ (Comenius, 1659(!), 2007)
  • Gelungenes Lernen ist, wenn der Unterricht am individuellen Lernnutzen der TeilnehmerInnen ansetzt. (Brugger, 2014

 

 

Zielgruppe

 

 

Fremdsprachenlernende

 

 

 

 

 

 

 

 

Literatur

 

Macedonia, Manuela: Mit Händen und Füßen. in Spektrum Psychologie 2013 ( https://www.spektrum.de/pdf/32-39-gug-01-02-2013-pdf/1172146)

Macedonia, Manuela: Fremdsprachen lernen und Gedächtnis. Linz 2004

Gibala, Josef: Die Gestik – kein blinder Fleck im neuen Lehr- und Lerninstrument (LLI) Lehrende und ihr Lehrverhalten. Wien, Bachelorarbeit, Pädagogische Hochschule 2016

Gibala, Josef: Grammatikmanufaktur, Grammatik mit Realität, Virtualität und visuelle Sprache. Wien, Seminararbeit 2017

Macedonia, Manuela/Höhl, Stefanie: Gehirn für Einsteiger. Linz 2012.

Comenius, Johann Amos: Große Didaktik; Stuttgart 2007

Gibala, Josef: Die Gestik – kein blinder Fleck im neuen Lehr- und Lerninstrument (LLI)Lehrende und ihr Lehrverhalten; Wien, Bachelorarbeit, Pädagogische Hochschule 2016

Brugger, Elisabeth: Kompetenzen und Stolpersteine im Erwachsenen-Unterricht Resümee aus Unterrichtsbeobachtungen und Kursleiter/innen-Gesprächen. Die Österreichische Volkshochschule; Magazin für Erwachsenenbildung 65 (251) 2014 ( http://files.adulteducation.at/uploads/OVH_Magazin_251_01_2014.pdf )

Stadlbauer, Alfons: Flipcharts for Business; Professionelles Visualisieren für Besprechungen, Präsentationen und Moderation. Linz 2008

Sibbet, David: Homepage über visual/graphic facilitation.

( http://davidsibbet.com/)

 

Michalak, Magdalena/ Müller, Beatrice: Sprach- und Kulturlernen mit

Sprach-Fach-Netzen: Arbeit an diskontinuierlichen Darstellungsformen. In Alexis Feldmeier Annett Eichstaedt (Hrsg.); Lernkulturen - Schriftsprache in DaZ - Grammatik - sprachliche Anforderungen in den Fächern. 41. Jahrestagung des Fachverbandes Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Münster, Band 94. Münster; Universitätsdrucke Göttingen 2014

 

Ko Hoang, Youn-Ju: Teaching visual literacy with computer animation in art education; Vermittlung von „Visual Literacy“ durch Computeranimation im Kunstunterricht; „Visual Literacy“ „visuelle Lesefähigkeit“ oder „visuelle Kompetenz“. Zugriff am 03.04.2018. Verfügbar unter ( http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/diss/2003/fu-berlin/2000/137/indexe.html)

Niederhaus, Constanze: Zur Förderung des Verstehens logischer Bilder in mehrsprachigen Lernergruppen (Pisa, Lesefähigkeit, Risikogruppe). ( https://www.uni-due.de/imperia/md/content/prodaz/verstehen_logischer_bilder.pdf)

 

Siefkes, Martin: Semiotik in Deutschland: ein Überblick. Chemnitz. Zugriff am 03.04.2018. Universität. ( http://slideplayer.org/slide/4866984/)

Ansatzpunkte für diese erlebnisorientierte Methode bildet der performative

Ansatz der Kommunikation nach dem französischen Philosophen J.F. Lyotard

und die sprachwissenschaftlichen Analysen nach Ludwig Wittgensteins Sprachspielbegriff, seine Theorie von Welt und Sprache, deren Form und Grenzen.

Sehic, T.: Wor(l)ding – Methode und Talk Session: Gesprächskulturen. Akademiker Verlag 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontext

 

Fremdsprachenpädagogik

 

 

Methode 6

 

Lieder im Fremdsprachenunterricht

Vorgestellt von Irina Malakh

Integration von Liedern beim Erlernen einer Fremdsprache, dabei steht nicht nur der Text des Liedes im Mittelpunkt, sondern ebenso das Wie der Umsetzung (z.B. Prosodie, d.h. rhythmische Gliederung der Spracheinheiten, Melodie), Phonetik und Phonologie (Artikulation und Lautbildung), Semantik & Lexikon (Bedeutung und Wortschatz), Syntax & Morphologie (Grammatik: Satzbildung und Wortbildung), Pragmatik sprachliches Handeln). Gelernt wird so mit allen Sinnen.

 

 

Aktivitäten

 

What I did for Love (aus dem Musical “A Chorus Line”)

Styep` da styep`

 

 

Ziele der Methoden

 

 

Ziel ist es, zu inspirieren und Lernende mit Freude und Spaß an ein Thema

(hier Sprache) heranzuführen.

 

Zielgruppe

 

 

Sprachenlernende

     

 

 

Kontext

 

Fremdsprachenpädagogik

 

 

Methode 7

 

Das Stegreifspiel

Vorgestellt von Jürgen Will und Elisa Schellhorn de Sà

Die TN erinnern eine Geschichte aus ihrer eigenen Erlebniswelt mit Hilfe

einer Phantasiereise/Trancereise, eines Traumes oder einer Situation, die

in der Vergangenheit angesiedelt ist oder die in die Zukunft weist.

Die TN erzählen die Geschichte im Plenum.

Die TN erzählen ihre Geschichte in Kleingruppen (4-5 TN).

Das Plenum oder die Kleingruppe entscheidet sich für eine Geschichte,

die dann inszeniert wird.

 

 

 

 

 

 

Aktivitäten

 

 

Die Spielstruktur

  • Die Erinnerung an eine Geschichte (durch eine „Trance-Reise“, durch Requisiten, etc.).
  • Die Protagonistin wählt die Mitspieler aus.
  • Der Seminarleiter/die Seminarleiterin begleitet die Protagonistin und die Mitspieler durch das Stegreifspiel.
  • Die Protagonistin positioniert ihre Mitspielenden im Raum und modelliert ein erstes Bild.
  • Die Protagonistin bringt das Bild durch einen Dialog in Bewegung.

 

 

Ziele der Methoden

 

  • Training der kommunikativen Kompetenz, des freien, spontanen Sprechens in der Zielsprache
  • Training der Kreativität und der Spontaneität.
  • Training der kommunikativen Kompetenz (Sprechfertigkeit) beim Fremdsprachenlernen
  • Training des emotionalen Lernens
  • Sprache und Körpersprache, die Sprache im Raum (transverbale Sprache)
  • Lehren und Lernen mit Spaß, Humor und Freude (Das Hirn und der Körper freuen sich gegenseitig)
  • Entdeckung einer anderen Lernform in einem anderen Lern-Setting
  • Interkulturelle Begegnung aller Beteiligten im Spiel

 

 

Zielgruppe

 

Fremdsprachenlernende und Lernende in anderen Kontexten

 

 

 

Implementierung in andere Kontexte

 

Diese Methode, die von Moreno im therapeutischen Kontext entwickelt wurde, kann in anderen Kontexten, wie z.B. im Coaching (Teambildung, Konfliktmanagement) oder in der kollegialen Praxisberatung angewandt werden.

 

Phänomenologischer Hintergrund nach Maurice Merleau-Ponty

  • Die Phänomenologie der Wahrnehmung im Hier und Jetzt im Sinne

von Sinn und Sinnlichkeit (Geist und Körper).

  • Die Transverbale Sprache in der Repräsentanz einer Situation.
  • Die Mitspieler als Subjekt der Wahrnehmung im Sinne eines „Zur Welt

sein durch den Leib“ kommunizieren und non-verbal dialogisieren.

  • Orientierung und Transparenz für die Protagonistin in der wiederholt erlebten „Welt“ (Situation, Geschichte).

 

 

 

 

 

Literatur

 

Merkel, Johannes: Spielen, Erzählen, Phantasieren. Die Sprache der inneren Welt. München 2000

Frenzel, Karolina/Müller, Michael/ Sottong, Hermann: Storytelling – Das Praxishandbuch. München/Wien 2006

 

 

Kontext

 

Musikpädagogik

(Atem, Stimme und Körper als Klanginstrumente)

 

 

 

Methode 8

 

SoundbridgesWor(l)ding-Methode

Vorgestellt von Tatjana Sehic

Ansatzpunkte für diese erlebnisorientierte Methode bildet der performative Ansatz der Kommunikation nach dem französischem Philosophen J.F. Lyotard und die sprachwissenschaftlichen Analysen nach Ludwig Wittgensteins Sprachspielbegriff, seine Theorie von Welt und Sprache, deren Form und Grenzen.

Der vorgestellte Ansatz lehnt sich an das Konzept des Forschungsgebiets „Linguistic Landscape“ (Sprachlandschaft) an und trägt in dieser Form zur Sichtbarkeit und Wahr­nehmbarkeit (optische und akustische) von schriftlicher und akustischer Mehr­sprachigkeit im öffentlichen Raum bei. Die Stimmungen, Regelungen und Reaktionen verändern sich bei Anwendung von diversen Sprachen, je nachdem wie bekannt oder fremd die Wörter klingen oder noch mehr geht es darum, wer spricht und wie. In diesem Zusammenhang kann die Wor(l)ding-Methode für die Sensibilisierung für Gesprächskulturen in diversen Kontexten und für die Kreation von Sprachenspielorten eingesetzt werden.

 

Der Name der Lerntechnik Wor(l)ding-Methode setzt sich aus der Kombination der englischen Worte world (deutsch: Welt) und word (deutsch: Wort) zusammen und bezeichnet die Bildung von Einheiten aus Worten und (Sprachen)-Welten. Es ist ein performancetheoretischer Ansatz basierend auf einem sprach­wissenschaftlichen Hintergrund. Folgende Fragen stehen im Zentrum: „Wie kann ich mich in eine neue Sprache hineinfühlen? Welche Gefühle habe ich dabei? Was erzeugt diese neue Sprache bei mir? Wie kann ich eine neue Sprache für mich attraktiv machen?“

Es geht darum, eine Vertrauensbrücke zu schaffen durch das Klangbewusstsein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktivitäten

 

  • Imaging, Space-ing (Morphophonologische Wort-Darstellungen):

In diesem Act wird mit der Aussprache vom gleichen Begriff in mehreren Sprachen gearbeitet. Beispielsweise: Kiša (deutsch: Regen). Dabei wird beim Aussprechen auf diverse imaginäre Vorstellungen der TeilnehmerInnen geachtet.

 

  • Doubbling (Verdoppelungen/Wortintegration):

Ein Wort aus einer anderen Sprache wird in diverse Sprüche, Lieder, Gedichte oder Märchenerzählungen in deutscher Sprache integriert.

 

  • Feather Acts:

Die Mitteilung wird in der Form einer Feder übermittelt und empfangen. Dabei spielt die Distanz zwischen den Teilnehmern eine wichtige Rolle, die Bewegungsart beim „Senden“ sowie die Luftvolumen beim Pusten. Der Empfänger muss die Hände öffnen und auf die Federbewegung konzentriert sein, um diese zu empfangen. Nach einer Sequenz des Sendens bzw. des Empfangens werden die Rollen getauscht und die Übung wird mehrmals wiederholt.

 

  • Imagine:

TeilnehmerInnen arbeiten mit einem Begriff in diversen Sprachen. Das Aussprechen von Begriffen wird dabei zum Akt der Initiation vom Reflexionsprozess. Nach individueller Erfahrung mit der Aussprache vom jeweiligen Begriff in diversen Sprachen werden folgende Beobachtungen auf Papierkärtchen notiert und in Kleingruppen ausgetauscht: Assoziative Imaginationen zum Arbeitsbegriff, Gefühle in Relation zum Arbeitsbegriff, sonstige Beobachtungen.

 

 

Ziele der Methoden

 

Input, Einzel- und Kleingruppenarbeit, Übungen, performativer Ansatz der Wor(l)ding-Methode nach L. Wittgensteins Spielsprachen: Sprachenspiele (Inklusionsprinzip), lautmalerische Erlebnisse von Sprachen, Attraktivität von Sprachenwelten (linguistic soundscapes); integrativer Einsatz von Ideophonen – mehrsprachige Kreationen (Lieder/Sprüche).
Das Innovative ist die Einfachheit der Übungen (wie z.B. Feather Acts).

 

 

Zielgruppe

 

Sprachenlernende

 

Implementierung

in verschiedene Kontexte

 

Kommunikationstraining

 

Literatur

 

Sehic, T.: Wor(l)ding - Methode und Talk Session: Gesprächskulturen. Akademiker Verlag 2016.

 

 

Kontext

 

Musikpädagogik

(Atem, Stimme und Körper als Klanginstrumente)

 

 

Methode 9

 

Körpermusik und Klanglandschaften

Vorgestellt von Alessio Surian

  1. Zugang ermutigt die Teilnehmenden auf aktive Weise ihrem ganz persönlichen Körperrhythmus wahrzunehmen (z.B. den Herzschlag hören, die Atmung spüren oder rein Bewusstsein für das Gehen erlangen.) Zugleich erlernen sie, den Rhythmus der anderen Teilnehmenden wahrzunehmen, um schließlich einen kollektiven Rhythmus zu entdecken. Eine solche Vorgehensweise führt dazu, die Umgebung wie eine Klanglandschaft zu empfinden und mit ihr durch die Körperklänge (Stimmklänge und Körperklänge) zu interagieren.

Die Teilnehmenden sind ermutigt, zu experimentieren und ihre eigenen Wege, Körperklänge zu erzeugen, zu finden und diese mit den anderen Teilnehmenden zu teilen. Methodisch wird dieses Ziel durch Improvisation, Kreissingen, Körperpercussion kombiniert mit traditionellen Gesängen und Liedern aus unterschiedlichen Ländern erreicht.

 

 

 

Aktivitäten

 

Klopfen auf die Brust

Mit den Beinen auf den Boden stampfen

Schenkelklopfen

Auf die Wangen klopfen

Händeklatschen in verschiedenen Variationen die Hände gegeneinander reiben, klopfen, versuchen, einen Klang zu erzeugen

Fingerschnalzen

Unterschiedliche Modalitäten/Varianten ausprobieren: pfeifen, flüstern, Bewegungen mit der Lippe, Laute mit offenem Mund erzeugen, die Zungen gegen den Gaumen schnalzen, Grunzlaute

Ziel bei dieser Übung ist es, Körperklangformen zu erkunden und mit dem eigenen Körper zu experimentieren, ein Gefühl für die Klangwelt des eigenen Körpers zu bekommen und sich auf eine onomatopoetische zu begeben.

 

 

 

 

 

 

 

Ziele der Methoden

 

  • Aktives Zuhören trainieren
  • Die Gruppendynamik aktivieren und fördern
  • Den kreativen Prozess durch Tanz und Musik in der Gruppe anstoßen
  • Die methodische Vorgehensweise ändern, im Besonderen wenn im Unterricht vor allem kognitiv gearbeitet wird. As cooperative games they can be used with a teambuilding function.
  • Die Aktivitäten können die Teilnehmenden anregen, die Klangimprovisation zu Geschichten zusammenzufassen
  • Die Teilnehmenden warden ermutigt, sich auf die nonverbale Sprache zu fokussieren
  • Gewahrwerden des inneren Rhythmus und die Fähigkeit, sich mit den individuellen Rhythmen der Anderen zu verbinden
  • Der Fokus liegt auf der nonverbalen Sprache, die verbale tritt in den Hintergrund

 

 

Zielgruppe

 

 

Sprachenlernende, Lernende und Lehrende aus verschiedenen Fachdisziplinen (Kommunikation, Musik, Tanz, Coaching, etc.)

 

 

 

Literatur

 

Fernando Barba & Barbatuques: http://barbatuques.com.br/en/

Tupac Mantilla & PercuAction: https://www.percuaction.com/

Spiridione Maresca / Alessio Surian, in Musicheria, May 2017:
https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/musicheria.net/attachments/article-a/1122/Ritmo%20e%20musica%20corporea.pdf

Murray Shafer & World Soundscape Project [see: The Tuning of the World (1977, republished as The Soundscape: Our Sonic Environment). A Sound Education: 100 Exercises in Listening and Soundmaking (1992)]

Keith Terry & Crosspulse: http://www.crosspulse.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontext

 

Musikpädagogik

(Atem, Stimme und Körper als Klanginstrumente)

 

 

Methode 10

 

Atmung, Stimme und Körper

Vorgestellt von Teatro due mondi

In Einzel-, Partner – oder Gruppensetting werden Körper, Stimme und Atmung synchronisiert mit dem Ziel, ein Bewusstsein für den Körper, die Stimme und die Entstehung von Lauten zu bekommen.

 

 

Aktivitäten

 

Dreieck der unteren Körperhälfte

Die Teilnehmenden richten ihre Aufmerksamkeit auf das Dreieck Beine und Becken. Achtmal begleitet der Klang „f“ die Ausatmung. Dabei achten die Teilnehmenden auf eine leichte Spannung gegen den Bauch, während die Beine einen sicheren Stand suchen.

Varianten: Einen tiefen Laut ausatmen, begleitet mit einer Handbewegung. Achtmal wiederholen und den Rhythmus verändern.

Den Konsonanten „m“ anschließen, „ffm“ mit den unterschiedlichsten Modularitäten. Dann bewusst den Fokus auf den Gesichtsausdruck legen, der sich bei dieser Übung bildet.

 

 

Ziele der Methoden

 

 

  • Das persönliche Gleichgewicht finden
  • Standhaftigkeit im Körper spüren, die sich auf die Emotionen, die Haltung
  • und die Beziehungen mit anderen überträgt
  • Stärken der Gruppenresonanz

 

 

Zielgruppe

 

 

Sprachenlernende, Lernende und Lehrende aus verschiedenen Fachdisziplinen (Kommunikation, Musik, Tanz, Coaching, etc.)

 

Implementierung

in verschiedene Kontexte

 

Die Aktivitäten können in Seminaren mit dem Thema Kommunikation, in Fremdsprachenseminare und in gesundheitsbildende Seminare eingesetzt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontext

 

 

Systemisch-konstruktivistische Pädagogik

 

 

Methode 11

 

Systemische Aufstellungsformate - das Resourcendreieck

 

(nach Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd). Das Ressourcen-/Wertedreieck – systemische Strukturaufstellung mit diesem Format

Vorgestellt von Jürgen Will

 

Dieses Aufstellungsformat geht zurück auf den Religionsphilosophen Frithjof Schuon, der sich mit der Yoga-Philosophie beschäftigte, deren Schulungswege sich auf die Grundformen Bhakti-, Jnana – und Karma-Yoga zurückführen lassen.

Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd entwickelten dann das Glaubenspolaritätenformat. Grundsätzlich haben die drei Pole Bahkti für Liebe, Mitgefühl, Vertrauen, Jnana für Erkenntnis, Wissen, Einsicht und Karma für

Ordnung, Struktur, Handlung die gleiche Wertigkeit, die in einer dynamischen Interdependenz zueinander stehen.

Diese Pole symbolisieren für einen Menschen, für eine Gruppe oder für ein Unternehmen Kraftquellen, die in verschiedenen Lebenszyklen, Lebensphasen wichtig sein können. Somit ist dieses Aufstellungsformat ein Basisformat.

 

 

 

Aktivitäten

 

Soziogramm

Die Teilnehmenden der Gruppe positionieren sich nach bestimmten Kriterien und innerhalb eines bestimmten Kontexts im Raum (z.B. in den Ecken eines Rechtecks oder der Raum halbiert, gedrittelt, geviertelt). Dadurch bilden sich Unterschiede und neue Fragen heraus.

Rhythmisierung des Namens mit einer Gestik. Die anderen Teilnehmenden imitieren das Vorbild.

 

Es wird deutlich, dass die individuellen Wahrnehmungen unterschiedlich sind und damit konstruierte Wirklichkeiten unterschiedlich sind. Es gibt nicht die eine Wirklichkeit.

 

Partnerweise: Auf der Suche nach meiner Stellung/Position.

Die Teilnehmenden bilden zwei Linien mit 5 m Abstand. Sie laufen partnerweise aufeinander zu und bleiben stehen, wenn sie glauben, dass der Abstand passend ist, dass sie die richtige Position gefunden haben.

Den Augenkontakt suchen und die Augen sprechen lassen. Ein TN nimmt folgende Positionen ein: Links, rechts neben dem Partner, davor und dahinter und einmal mit Berührung an der Schulter. Welche Unterschiede nimmt die Partnerin wahr?

 

 

 

Wahrnehmung partnerweise

Der eine sagt dem anderen, was er an ihm sieht (abwechselnd). Eine Ebene tiefer: Was er glaubt/vermutet. Ziel: Ausloten von Nähe und Distanz, Vertrauen schaffen. Danach geben sich die beiden ein Feedback.

Ich-Botschaften anstelle von Du-Botschaften senden. Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung stellen sich ein. Die Kunst des Zuhörens wird trainiert.

 

Das Wertesystem

Welcher eigene Wert ist dir für deine Arbeit wichtig?

Die Teilnehmenden visualisieren die Werte am Flipchart. Sie nehmen einen

Buchstaben aus ihrem Eigenamen und assoziieren dazu einen Wert.

 

 

 

Methode 12

 

Die Tetralemmaufstellung

Das Tetralemma (tetra, gr. = vier; lemma, gr.= Annahme) ist eine Argumentationsform, die aus der indischen Logik stammt. Sie wurde bei Gerichtsprozessen verwendet, um zwischen (1) der Position des Klägers, (2) der Postion des Beklagten, (3) der Position, dass beide Recht haben und (4) der Position, dass keiner von beiden Recht hat, zu unterscheiden.

Die Argumentationsstruktur des Tetralemmas wurde von Nagarjuna, dem Begründer des Madhyamaka-Buddhismus, als unvollständig kritisiert. Er fügte eine fünfte Betrachtungsweise hinzu, nämlich die Verneinung der vierten Position und die Verneinung der neuen fünften Position. Dieses Aufstellungsformat ermöglicht es einer einzelnen Person, einer Gruppe, einem Team oder einem Unternehmen, mehrperspektivisch ein Thema, ein Anliegen wahrzunehmen und dann eine oder mehrere Lösungsmöglichkeiten zu finden.

 

 

 

 

Methode 13

 

Die Zeitenfelder Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (basierend auf der von Insa Sparrer und Matthias Varga v. Kibed entwickelten Neun- und Zwölffelder Aufstellung)

 

Die Zeit und der Raum werden nicht als ein kausal-lineares Phänomen verstanden, sondern als zirkuläre, offene Zeitfelder, die miteinander verflochten sind. Das Format/die Methode kann unter anderem für die Arbeit mit individuellen, Gruppenbiografien oder institutionellen Biografien angewendet werden.

 

 

 

 

 

 

Aktivitäten

 

Spaziergang durch die Zeiten im Rahmen einer interkulturellen Begegnung

 

  1. Phase

Die TN haben die Aufgabe, sich an eine persönliche interkulturelle Begegnung in ihrem Leben/Biografie zu erinnern. Die Seminarleitung (systemisch: Der Gastgeber in anderen Systemen) begleitet die TN mit hypnosystemischer Sprache (im Sinne von Milton Erikson), indem er auf die eigene innere Zeit, auf den eigenen Rhythmus, auf den eigenen Atem der Teilnehmenden fokussiert und alle sensorischen Wahrnehmungskanäle in Form von offenen Fragen motiviert. (Was seht ihr, was hört ihr, was macht ihr, was machen andere, was riecht ihr, was nehmt ihr noch wahr?). Die TN halten an einem Ort der Begegnung, an den sie sich erinnern, inne und nehmen war, was passiert. Zwei-, dreimal wird der Spaziergang wiederholt.

 

  1. Phase

Die TN drehen sich zu einander und begegnen sich mit den Blicken. Der SL fragt dann, was sich verändert, welche Wahrnehmung sie jetzt haben. (Gruppenresonanz und Gruppenkörper)

 

3. Phase

Die TN bilden spontan Kleingruppen oder finden eine Partnerin und teilen ihre Wahrnehmung aus der interkulturellen Begegnung beim Spaziergang durch die Zeiten dem Anderen/der Anderen mit.

 

4. Phase

Reflexion im Plenum.

 

 

 

Ziele der Methoden

 

Ziele der systemischen Strukturaufstellung

Situationen in verschiedenen Kontexten werden mit Hilfe personaler und nicht personaler Symbole im Raum abgebildet. Dadurch entstehen Strukturen und Beziehungen zwischen den Elementen eines Systems.

Die innere Wirklichkeit einer Person oder einer Gruppe wird nach außen in den Raum gebracht.

 

Die Veränderungen des äußeren Modells haben selbstbezüglich Auswirkungen auf das innere Modell. Durch die Gruppenresonanz in einer Aufstellung gibt es Hinweise auf die Qualität des abgebildeten Systems. Es handelt sich um eine repräsentierende Wahrnehmung, deren körperliche Unterschiedsbildung Informationen über die Qualität von Beziehungen gibt. Die Strukturaufstellungen sind mehrdeutig und können verschiedene Struktur- und Zeitebenen umfassen.

 

 

 

 

Die Transverbale Sprache

Sie umfasst das gesprochene Wort, die nonverbale Sprache im Sinne von Mimik, Gestik, Stimme und Körperhaltung. Die Sprache des Raums, die Stellung der einzelnen durch Repräsentanten symbolisierter Elemente eines Systems zueinander (Beziehungsgeflecht) hat einen körperlich symbolischen Charakter und dient der Unterschiedsbildung im abgebildeten System.

 

Weitere Ziele

Den Beteiligten die Freiheit geben, sich neu zu orientieren, ihren eigenen Weg zu finden, auf ihre persönliche Weise ihre Ziele zu erreichen.

Den Raum der Wahlmöglichkeiten erweitern.

Orientierung und Transparenz in folgenden Kontexten: Der innere Kontext (das innere Team), pädagogischer, beruflicher Kontext, spiritueller Kontext.

Orientierung in der Gruppe: Wahrnehmung der Gruppenresonanz, der Gruppenprozesse, des Gruppenkörpers.

Stärkung der Selbstreflektion.

Lehrende und Lernende dazu zu befähigen, einen authentischen, empathischen und demokratischen Dialog zu führen.

Den pädagogischen Prozess als einen komplexen, holistischen und phänomenologischen Prozess wahrnehmen.

Empathisch, kontextualisiert und zieldienlich kommunizieren.

 

 

Zielgruppe

 

 

Menschen, die in den unterschiedlichsten Kontexten arbeiten und leben.

 

 

Implementierung in verschiedene Kontexte

 

Diese Methoden/Formate können in kontextualisierter Form im Coachingkontext, im Fremdsprachenunterricht, im Businesskontext, in der Bildungsberatung, in den unterschiedlichsten Disziplinien im Lehr- und Lernkontext und im therapeutischen Kontext eingesetzt werden.

 

 

 

Literatur

 

Literatur mit den Themen systemische Strukturaufstellungen und Systemik im Allgemeinen

Matthias Varga von Kibéd/Insa Sparrer: Ganz im Gegenteil.

Carl-Auer Verlag 2005

Steve de Shazer: Wege der erfolgreichen Kurztherapie. Klett-Cotta Verlag 1996

Renate Daimler/ Insa Sparrer/ Matthias Varga von Kibéd: Das unsichtbare Netz. Kösel Verlag 2007

 

 

 

 

 

Marshall B. Rosenberg: Nonviolent Communication. Paderborn 2005

J.L. Moreno: Die Grundlagen der Soziometrie. Leske Budrich Obladen 1996

Joachim Bauer: Warum ich fühle, wie du fühlst.

Hoffmann und Camperverlag 2005

Wolf-Peter Szepansky: Souverän Seminare leiten. Bertelsmann Verlag 2009

Insa Sparrer/ Matthias Varga von Kibéd: Klare Sicht im Blindflug.

Carl-Auer Verlag 2010

 

Philosophische Primärliteratur zum Thema

Aristoteles: Nikomachische Ethik. Stuttgart 1969

Martin Buber: Ich und Du. Stuttgart: Reclam

Martin Buber: Das dialogische Prinzip. Gütersloher Verlagshaus 11.

Auflage, 2009

Die fabelhaften Heldentaten des weisen Narren Mulla Nasrudin,

Herder Spektrum

 

 

Kontext

 

Systemische-konstruktivistische Pädagogik

 

 

Methode 14

 

Human Library

Vorgestellt von Anna-Lena Then & Luzia Kühnel

Die Human Library ist eine Methode, die einen positiven Raum für Gespräche zwischen unterschiedlichen Menschen schafft, mit dem Ziel Stereotype und Vorurteile zu hinterfragen und zu reduzieren.

Nicht Bücher, sondern echte Menschen können von den Lesenden (Teilnehmende) für die Dauer von ca. 30 Minuten alleine oder in kleinen Gruppen für ein Gespräch ausgeliehen werden. So entsteht ein privater Rahmen, in dem schwierige Fragen erwartet und wertgeschätzt werden.

Die auszuleihenden Bücher erzählen von ihrer Biographie, die tendenziell durch Stigmatisierungs- und/oder Diskriminierungserfahrungen gekennzeichnet ist.

 

 

 

Ziele der Methoden

 

  • Fördert gegenseitiges Verständnis
  • Reduziert Vorurteile
  • Bewirkt eine Reflexion der eigene Haltung und bestärkt,

Vielfalt wertschätzend zu begegnen

  • Langfristig:
  • Diskriminierung reduzieren
  • Respekt für Unterschiede und Vielfalt fördern
  • Bewusstmachen der Menschenrechte

 

 

Zielgruppe

 

 

Teilnehmende aus unterschiedlichen Kontexten

 

 

Literatur

 

  • Information about the Human Library Organization:

http://humanlibrary.org/

  • Information of the Human Library Freiburg:

https://spark.adobe.com/page/2K20VzwqnasDT/

  • One of the Organiser´s guide for Human Libraries:

https://rm.coe.int/16807023dd

 

 

Kontext

 

Systemisch-konstruktivistische Pädagogik

 

 

Methode 15

 

All what we share

Vorgestellt von Prof. Dr. Dirk Oesselmann

Die Teilnehmenden stellen sich in ihren realen gesellschaftlichen Gruppen und verteilen sich entsprechende im Raum nach folgenden Kriterien: Reiche und Erfolgreiche, Arme und Hartz4-Empfänger, die mit Migrationshintergrund, die vom Land, die aus der Stadt, die Jungen, die Alten … - diese Einteilungen hängen stark von den jeweils teilnehmenden Gruppen ab. Wichtig ist, dass es ungefähr die sozialen und kulturellen Unterschiede abbildet.

 

 

 

Aktivitäten

 

Einen Rahmen schaffen, in dem sich von dem Alltag distanziert werden kann: Abgeschlossener Raum, eventuell Hintergrundmusik, zeitlicher Übergang zu Momenten der Konzentration.

 

Als Vorbereitung werden die Teilnehmenden in ihren realen gesellschaftlichen Gruppen zusammengestellt und entsprechend im Raum verteilt: die Reichen und Erfolgreichen, die Armen und Hartz4-Empfänger, die mit Migrationshintergrund, die vom Land, die aus der Stadt, die Jungen, die Alten … - diese Einteilungen hängen stark von den jeweils teilnehmenden Gruppen ab. Wichtig ist, dass es ungefähr die sozialen und kulturellen Unterschiede abbildet.
 

 

 

 

 

 

Einleitende Worte:
Ich werde Ihnen Fragen stellen und möchte, dass Sie sich dazu ehrlich verhalten.“

Dynamik:
Jedes Mal, wenn der Spielmoderator eine Frage gestellt hat, gehen die entsprechenden Personen in die Mitte, schauen sich gegenseitig an und gehen zurück in ihre Gruppen. „Wer war der Klassenclown? Wer ist gerade verliebt? Wer sehnt sich nach Liebe? Wer hat sich in den letzten Jahren von seinem Partner getrennt? Wer hat in den letzten Jahren daran gedacht? Wer ist schon mal gemobbt worden? Wer hat schon mal jemanden gemobbt?

Wer glaubt an eine übermächtige Macht? Wer zweifelt an sich selbst?“ …
Es gibt viele weitere Fragen, die die Menschen über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg betreffen.

Eine Reflektion über folgende Fragen schließt sich an:Woran macht sich das jeweilige „Wir“ fest? Warum verschließen wir uns in den eigenen sozialen Gruppierungen?“

 

 

Ziele der

Methoden

 

 

Miteinander in einen Lernprozess über gemeinsame Grundfragen an das Leben/des Lebens einsteigen. Gemeinsames Menschliches erkennen sowie die Besonderheiten jedes einzelnen.

 

 

Zielgruppe

 

 

Erwachsene, Jugendliche mit unterschiedlicher Herkunft

 

Implementierung in verschiedene Kontexte

 

 

Anwendbar in verschiedensten Kontexten, auch oder gerade mit Gruppen, die sich (noch) fremd sind. Deshalb gut geeignet für die Arbeit mit Gruppen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Geflüchtete oder nicht.

 

 

Literatur

 

https://youtu.be/i1AjvFjVXUg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontext

 

Tanzpädagogik – Bewegungspädagogik

 

 

Methode 16

 

Danza Movimento Terapia

Vorgestellt von Fernando Battista

 

Die Methode basiert auf Ritualen der Urbevölkerung, die eine wichtige Rolle in der Gruppendynamik spielten. Rituale sind Teil der soziokulturellen Gesellschaft und geben den Menschen Lebenssinn und Identität.

 

Aktivitäten

 

Das Ritual der „Schlange“ als Aufwärmübung, die die Teilnehmenden den Raum erkunden lässt und den Gruppenzusammenhalt fördert.

 

Begrüßung

Diese Übung umfasst verschieden Formen der Begrüßung, indem die Teilnehmenden ihre Stimme, Laute und Gesten verwenden.

 

Übungen, die die Teilnehmenden motivieren, den Raum, ihren eigenen Rhythmus, ihren Körper alleine, in Partnerarbeit und in der Gruppe neu entdecken.

 

Techniken, die Empathie, das Selbstbewusstsein, Körperidentität und die Körpersprache trainieren.

Beispiele: Isolationsübungen: die Teilnehmenden bewegen die Körperteile.

Spiegelübung mit einer Grenze (eine Linie als Bodenmarker markiert die Grenze)

Die Teilnehmenden stehen sich vor der Linie partnerweise gegenüber. Mit oder ohne musikalischer Hintergrundmusik bewegen sich die Teilnehmenden den andern im Wechsel spiegelnd . Dabei beziehen sie die Grenze mit ein, experimentieren, wie die Grenze auf sie wirkt und wie sie die Grenze überschreiten können, die Andere/den Anderen treffen und dann vereint gemeinsam tanzen

Können.

 

Andere künstlerische Sprachen sind das Malen und das Schreiben mit Farben

Auf diese Weise erproben die Teilnehmenden neue Formen der Kommunikation und geben dann eine Rückmeldung ihrer in dieser Aktivität gemachten Erfahrungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziele der Methoden

  • Aktives Zuhören trainieren
  • Den Körper erkunden, entdecken
  • Empathie, Selbstwertgefühl und Vetrauen schaffen
  • Neue, andere Körper, Rhythmus und Raummuster erproben
  • Raum für freies Suchen, freien Ausdruck und Kreativität geben
  • Bildhafte und metaphorische Sprache stimulieren
  • Unterschiedliche performative, künstlerische Sprachen zulassen
  • Die Gruppendynamik und das interpersonale Beziehungsgeflecht beachten

 

 

Zielgruppe

 

Lehrende und Lernende aus verschiedenen Kontexten

 

 

 

Literatur

 

Bellia Vincenzo: Dove danzano gli sciamani; Milano 2001

Schott-Billmann: Quand la Dance Guerit – La Recherche en Dance

Puxeddu Vincenzo: Corpo e Parola; il processo empatico e la regolazione emotiva attraverso la DanzaMovimentoTerapia Integrata® 2010

( http://www.psychomedia.it/pm-proc/apid-2010/puxeddu.pdf)

Battista Fernando: Quando la danza Incontra la vita. Le Nuove Artiterapie Franco Angeli 2013

Hanna Judith Lynne: To dance is Human. The University of Chicago Press 1987

 

 

Kontext

 

Tanzpädagogik – Bewegungspädagogik

 

 

Methode 17

 

Danza Movimento Terapia/DMT

Vorgestellt von Elena Mignosi

 

Kontexte schaffen, die Erfahrungslernen und Reflexionslernen (individuell und in der Gruppe) ermögliche.

Die Methode unterstütz künstlerische Ausdrucksformen und die Körpersprache, im „analogen und symbolischen Sinn.

Die Methode “Danz Movimento Terapia (DMT: Tanz Bewegung Therapie) legt den Fokus auf den Beziehungsaspekt, auf di e Gruppendynamik, die manchmal sehr schnelle und unerwartete Veränderungen hervorruft, die wiederum auf den komplexen Prozesscharakter und auf die in der Gruppe gemeinsam erlebte Emotionalität zurückzuführen ist. Eine wichtige Rolle hat auch die Metaphorik, die die Teilnehmenden in als gefährlich wahrgenommene Situationen bringt, mit denen sich dann auseinandersetzen können und sie zum Positiven verändern können.

 

 

 

 

Aktivitäten

 

Das Ritual der „Schlange“ als Aufwärmübung, die die Teilnehmenden den Raum erkunden lässt und den Gruppenzusammenhalt fördert.

 

Begrüßung

Diese Übung umfasst verschieden Formen der Begrüßung, indem die Teilnehmenden ihre Stimme, Laute und Gesten verwenden.

 

Übungen, die die Teilnehmenden motivieren, den Raum, ihren eigenen Rhythmus, ihren Körper alleine, in Partnerarbeit und in der Gruppe neu entdecken.

 

Techniken, die Empathie, das Selbstbewusstsein, Körperidentität und die Körpersprache trainieren.

Beispiele: Isolationsübungen: die Teilnehmenden bewegen die Körperteile.

Spiegelübung mit einer Grenze (eine Linie als Bodenmarker markiert die Grenze)Die Teilnehmenden stehen sich vor der Linie partnerweise gegenüber. Mit oder ohne musikalischen Hintergrund bewegen sich die Teilnehmenden den andern im Wechsel spiegelnd . Dabei beziehen sie die Grenze mit ein, teste sich aus, wie sie mit der Grenz umgehen und wie sie die Grenze überschreiten können, die Andere/den Anderen treffen und dann vereint gemeinsam tanzen.

 

Andere künstlerische Sprachen sind das Malen und das Schreiben mit Farben

Auf diese Weise erproben die Teilnehmenden neue Formen der Kommunikation und geben dann eine Rückmeldung ihrer in dieser Aktivität gemachten Erfahrungen.

 

 

 

Ziele der Methoden

 

  • Den Teilnehmenden die Möglichkeiten geben, ihre inneres Team kennenzulernen, ihre Selbstbewusstsein zu trainieren und ihr “in der Welt sein” wahrzunehmen
  • Individuelle Kreativität und Gruppenkreativität fördern
  • Das Gewahrsein seiner selbst als physische und psychische Einheit fördern
  • Die Beobachtungsgabe und die Selbstreflexion entwickeln
  • Die Fähigkeit des Zuhörens und der Gestimmheit (mit sich selbst und in der Gruppe) entwickeln
  • Kommunikative Kompetenzen und die Kompetenz der relationalen Verbundenheit entwickeln
  • Kommunikative Ausdrucksmöglichkeiten erweitern

 

 

Zielgruppe

 

TrainerInnen, ErzieherInnen, Lehrende, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, MediatorInnen im interkulturellen Kontext, MigrantInnen

 

 

Implementierung in verschiedene Kontexte

 

 

 

Folgende Kontexte: pädagogischer, sozialer, politischer, klinischer Kontext. Allgemein sind es Kontexte, in denen Menschen zusammentreffen.

 

 

 

 

Literatur

 

Neurowissenschaften, Studien über Intersubjektivität, Psychoanalyse,

Studien über Tanz, Studien über Kreativität, Sozialanalysen, Forschungen in Gruppendynamik, Studien über die Beziehung zwischen Lehren und Lernen,

Studien über Körperarbeit

 

 

Kontext

 

Tanzpädagogik-Bewegungspädagogik

 

 

Methode 18

 

Physical Thinking zum Thema HUMAN

Vorgestellt von Stefanie Pietsch

Die Dokumentation „Human“ des französischen Fotografen und Journalisten Yann Arthus Bertrand wurde als Impuls genutzt, um sich mit der Frage zu beschäftigen, was es für die TeilnehmerInnen bedeutet „menschlich“ zu sein, was Menschen im Leben bewegt, wohin sie sich bewegen, was sie in den eigenen Augen sowie in den Augen anderer menschlich macht.

Diesen Fragen wurde sich nicht (nur) rein kognitiv genähert, sondern körperlich, assoziativ und intuitiv. Das Konzept „Physical Thinking“ wurde von Monica Gillette im Projekt „Störung/Hafra'ah“ (Wissenschafts-Tanzprojekt mit TänzerInnen, WissenschaftlerInnen und Menschen mit Parkinson aus Freiburg und Israel, https://hafraah.wordpress.com/) konzipiert und auf den sozialwissenschaftlichen Hochschulkontext übertragen (vgl. Gillette & Pietsch, 2016).

Nach wie vor herrscht in (hochschulisch organisierten) Lehrveranstaltungen eine „Tendenz zur Kognitivierung“ vor und wird die Sicherheit des Denkens zugunsten körperorientierter Formate nur ungern verlassen. Die Methode „Physical Thinking“ hat zum Ziel, über einen körperlich-performativen Ansatz sich einem Gegenstand, einer Frage zu nähern. Dies erfolgt vorrangig körperlich und in Bewegung. Durch die performative Annäherung soll experimenteller Raum für das Entwickeln neuer Fragestellungen angeboten werden. Dabei ist es wichtig, dass die nonverbale Erfahrung vor der verbalen Reflexion und der Diskussion in der Gruppe steht.

 

 

 

 

 

 

 

Aktivitäten

 

 

Ablauf

Die Teilnehmenden lassen während der Reise assoziativ Gedanken kommen und führen die Instruktionen der Dozentin ohne viel nachzudenken aus. Die Reflexionsphase findet im Anschluss an die Aktivität statt. Die Reise zum Thema „Human/Menschlichkeit“ wird ohne Worte durchgeführt.

 

Ausschnitt aus „Human“ als emotionaler Einstieg

Zu Beginn sehen die Teilnehmenden einen Ausschnitt aus der Dokumentation „Human“ (Es kann hier auch ein anderer Impuls zur Einstimmung gewählt werden).

 

Instruktionen (Benötigte Materialien: Papier und Stift)

  1. Nach diesen ersten Eindrücken und Bildern und einem ersten Nachsinnen über das Wort „Menschlichkeit“. Welcher andere Begriff kommt Dir in den Sinn, den Du mit Menschlichkeit verbindest? Schreibe dieses Wort, die Wortgruppe auf.“
  2. „Wenn Du an eine Person denkst, die Du als menschlich empfindest, an wen denkst Du da? Schreibe den Namen dieser Person auf.“
  3. „Welche Attribute, Eigenschaften, Bilder kommen Dir in den Sinn, wenn Du an diese Person denkst? Schreibe ein paar Punkte auf.“
  4. „Welche Situation kommt Dir in den Sinn, wann Du Dich das letzte Mal besonders „menschlich“ verhalten hast. Denke an diese Situation.“
  5. „Was war das berührendste, was Dir in letzter Zeit ein anderer Mensch gegeben hat? Schreibe ein paar Stichworte auf.“

 

LIVE-Einschätzung (Benötigte Materialien: Prozentskala auf dem Boden z.B. mit Kreppband)

  1. Wenn Du befragt werden würdest, wie menschlich Du Dich einschätzt von einer Skala von 0 (gar nicht menschlich) bis 100 (sehr menschlich), wo würdest Du Dich positionieren? Denke an die Zahl und stelle Dich dort hin. Was fehlt Dir, um die 100% zu erreichen? Schreibe die Stichpunkte auf.“

 

In Bewegung (Benötigte Materialien: Musik)

  1. „Bedeutet Menschlichkeit durch verschiedene Emotionen zu gehen? Folgt mir zu verschiedenen Spots, welche für verschiedene Emotionen stehen“ (Freude, Traurigkeit, Ärger, Passivität)
  2. „Bildet einen Innenkreis-Außenkreis und schaut euch an: Der Innenkreis nimmt wahr, der Außenkreis bewegt sich um den Innenkreis herum zu folgender Aufgabe: Der Mensch ist des Menschen Wolf.“
  3. „Wechsel von Innenkreis und Außenkreis zu folgender Aufgabe: Seht das Beste aneinander“
  4. „Zu Zweit: Ein Partner gibt eine Bewegung vor, die eine Stimmung/Gefühl ausdrückt, der andere Partner macht die Bewegung nach und transformiert sie in ein neues Gefühl usw.“ (Partnerwechsel)

 

 

 

LIVE-Einschätzung (Benötigte Materialien: Prozentskala auf dem Boden, z.B. mit Kreppband)

  1. „Wenn Du befragt werden würdest, wie menschlich Du Dich einschätzt von einer Skala von 0 (gar nicht menschlich) bis 100 (sehr menschlich), wo würdest Du Dich jetzt positionieren? Denke an die Zahl und stelle Dich dort hin.“

Abschluss (Benötigte Materialien: Neues Papier und Stift)

  1. „Suche Dir zum Schluss von all den Begriffen einen aus und hänge diesen Begriff an die Frage „Bedeutet menschlich zu sein …? Schreibe diese Frage zum Abschluss auf den neuen Zettel.“

Abschluss (Benötigte Materialien: Mikrophon)

  1. Komm nun in den Kreis und lese Deine Frage vor.“

Die Teilnehmenden lesen alle nacheinander die Fragen (mit Mikrofon) vor, die Fragen können anschließend an einer Pinnwand befestigt werden. Nun kann zu einer gemeinsamen Diskussion zu dem Thema und den Eindrücken aus den einzelnen Übungen eingeladen werden.

 

 

Ziele der Methoden

 

Physische, nonverbale Reise in das Thema Menschlichkeit mit dem Ziel der Selbstreflexion und der körperlichen Wahrnehmung der vielen Aspekte von Menschlichkeit.

 

 

Zielgruppe

 

Lehrende und Lernende aus verschiedenen Kontexten (Unterricht, Lehre, Coaching, Kommunikation, Beratung, Bildung für nachhaltige Entwicklung)

 

Implementierung in verschiedene Kontexte

 

Die Reise/Instruktion kann auch an andere Themen angepasst werden.

 

 

Literatur

 

Dokumentation „Human“ des französischen Fotografen und Journalisten Yann Arthus Bertrand auf youtube: ( https://www.youtube.com/user/HUMANthemovie2015)

Gillette, M./ Pietsch S., Physical Thinking as Research. In S. Schroedter & S. Quinten (Hrsg.), Tanzpraxis in der Forschung – Tanz als Forschungspraxis. Choreographie, Improvisation, Exploration (pp. 183-196); Bielefeld: Transcript 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontext

 

Tanzpädagogik-Bewegungspädagogik

 

 

Methode 19

 

Human – einander mit den Augen begegnen

Vorgestellt von Prof. Dr. Dirk Oesselman

 

 

 

Aktivitäten

 

Einen Rahmen schaffen, in dem sich vom Alltag distanziert werden kann: Abgeschlossener Raum, eventuell Hintergrundmusik, zeitlicher Übergang zu Momenten der Konzentration.

Einleitende Worte, eventuell auch den Vorspann der Dokumentation „Human“ zeigen.

Einen zufälligen Partner/ eine zufällige Partnerin wählen und sich gegenseitig annähern (wie viel Zeit und auf welche Weise dies geschieht, kann vielfältig sein…).

Dem Partner / der Partnerin in die Augen schauen. Alles andere drum herum ausblenden. Den Blick aushalten für eine längere Zeit (mindestens ein paar Minuten). Nach einer Zeit darüber verständigen, ob daraus ein Bild, ein Foto oder ein Video entsteht – je nach Belieben der einzelnen Teilnehmenden. Es soll der Blick als Mensch eingefangen werden (keine Selbstproduktion), wie in der Dokumentation möglichst auf neutralem Hintergrund.

Reflektion darüber, was in dem Anderen/der Anderen erkannt wurde: Was ist das Menschliche im Menschen? Was verbindet „uns“, was verbindet die Menschheit? Was bedeutet dieses Verbindende für „uns“? Warum blicken wir im Alltag zumeist darüber hinweg? – Zunächst in den Paaren, dann im Plenum.

 

 

Ziele der Methoden

 

Sich gegenseitig als Menschen wahrnehmen

Gemeinsames Menschliches erkennen sowie die Besonderheiten jedes einzelnen

 

 

Zielgruppe

 

 

Erwachsene, Jugendliche mit unterschiedlicher Herkunft

 

Implementierung in verschiedene Kontexte

 

 

Anwendbar in verschiedensten Kontexten, auch oder gerade mit Gruppen, die sich (noch) fremd sind. Deshalb gut geeignet für die Arbeit mit Gruppen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Geflüchtete oder nicht.

 

 

 

 

 

Literatur

 

[1] https://youtu.be/vdb4XGVTHkE

[1] https://youtu.be/f7XhrXUoD6U https://www.youtube.com/watch?v=5R8kL3k4fd0&feature=youtu.be

[1] https://youtu.be/2GD5PK_Bto

 

 

 

Kontext

 

Traumapädagogik

 

 

Methode 20

 

Trauma: Empowerment through body oriented methods (BMC)

Vorgestellt von Prof. Dr. Sabine Allwinn & Dr. Beatrice Schlee

 

Traumatische Erfahrungen haben soziale, individuelle und körperliche Auswirkungen. Die Methode beschreibt, wie im künstlerischen und pädagogischen Kontext Lehrende Traumata begegnen können.

“Body-Mind Centering® ist ein integrativer und körperorientierter Zugang zum Körper, den Körperbewegungen und zum Bewusstsein. Bonnie Bainbridge Cohen hat die Methode entwickelt. Die experimentellen Studien basieren auf der Anwendung anatomischer, physiologischer, psychologischer und entwicklungspsychologischer Kenntnisse. Dabei spielen der Gebrauch der Stimme, der Bewegung, der Berührung und der Sinne eine wichtige Rolle. Die Einzigartigkeit der Methode liegt in der Spezifik, mit der jedes Körpersystem mit körpereigenen Mustern reagiert. Grundlegend ist der Gebrauch einer körperbezogenen Sprache, um die Beziehung zwischen Körpermuster (Körperbewegungen) und den Sinnen zu beschreiben.

 

Aktivitäten

 

Die Teilnehmenden einer interkulturellen Gruppe experimentieren mi t ihrem eigenen Körper, sie erspüren ihren Körper, sie können sich selbst fühlen, ihren Blutstrom, ihren Atem, ihre Knochen, etc. Die Teilnehmenden berühren ihre Haut, ihre Knochen. Die Kursleitende erklärt anhand eines Anatomiebuches die Knochenstruktur und die Lage der Knochen. Die Übung hilf den Teilnehmenden ein Bewusstsein für ihren Körper zu bekommen, ihn als stabil wahrzunehmen. Dadurch kann ein positives nachhaltiges Körpergefühl geankert werden.

 

Ziele der Methoden

 

  • Die Lehrenden erhalten Informationen, auf welche Weise sie Lernende mit traumatischen Erfahrungen unterstützen können
  • Vertrauen und Handlungsfähigkeit bei den Teilnehmenden aufbauen
  • Traumarbeit begreifen im Sinne von interkulturellem Lehren und Lernen
  • Traumata sehen als ein Netz aus Machtverhältnissen und Handlungsspielräumen

 

 

Zielgruppe

 

Lehrende, SchauspielerInnen, SozialarbeiterInnen, Geflüchtete, Arbeitslose, Randgruppen der Gesellschaft

 

 

Implementierung in verschiedene Kontexte

 

Theater work, schools

The Body-Mind Centering® Methode kann in vielen Kontexten angewandt werden. Sie wird häufig in folgenden Kontexten eingesetzt: Tanz und Bewegung, Yoga, Gestalttherapie, Psychotherapie, Entwicklungspsychologie, Pädagogik, Stimmtraining, Musik, Kunst, Meditation und Sport. Die Methode kann für alle Altersgruppen angewandt werden.

 

Literatur

 

www.moveus.de

 

 

Kontext

 

Globale, transformative Pädagogik

 

 

Methode 21

 

Antidiscrimination, Anti-Racism, Anti-Bias Approach

Vorgestellt von Prof. Dr. Gesa Köbberling

 

Reflexion von Diskriminierung und Handlungsfähigkeit in intersektionalen Machtverhältnissen:

  • Verschiedene Diskriminierungs- bzw. Machtlinien werden in den Blick genommen
  • Ambivalenz der Verortung möglich
  • Sowohl individuelle Vorurteile als auch gesellschaftliche Machtverhältnisse

In diesem Ansatz gibt es verschiedene Übungen: a) eigene Positionen und Haltungen reflektieren, b) eigene unbewusste Bilder und Vorurteile sichtbar machen.

 

 

 

Aktivitäten

 

  1. Übung: Positionieren mit Rollenzuweisung
  • Es wird auf die Lebenswelt und -lage der Betroffenen (Geflüchtete) geschaut.
  • Die Übung verdeutlicht, dass strukturelle Bedingungen zu unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten führen (strukturelle Bedingungen fallen häufig aus dem Blick).
  1. Übung: Power Flower
  • Es geht darum, die eigene Diskriminierung zu reflektieren.
  • Die Übung soll unterstützen, dass man sich selbst nicht rausnimmt aus der Problematik, man selbst kein weißes Blatt ist; man nicht nicht involviert ist.

 

Ziele der Methoden

 

Agency (Handlungsmächtigkeit) verstehen und fördern, Diskriminierung und Privilegien als Grundlage für weitere Interventionen reflektieren.

 

 

Zielgruppe

 

Professionelle in verschiedenen Kontexten der Vielfalt, Studenten, andere

 

 

Implementierung

in verschiedene Kontexte

 

 

Methoden werden für unterschiedliche Kontexte angepasst, z.B. für Flüchtlingsgruppen

 

Kontext

 

Globale, transformative Pädagogik

 

 

 

Methode 22

 

Global learning, ethical aspects, reflection

Vorgestellt von Prof. Dr. Dirk Oesselmann

Die ausgewählten Methoden versuchen auf dem Verbindend-Verbindlichen aufzubauen, d.h. das, was allem Leben grundlegend und vorausgehend ist. Sie fokussieren sich auf die Wahrnehmung dieses Aspekts in der Begegnung mit Anderen oder auch in der Gestaltung des Alltags. Wichtig ist die darauf aufbauende, gemeinsame Reflektion der Bedeutung dieser grundlegenden Fokussierung der Wahrnehmung für das Verstehen von Leben. Letztlich sind die Methoden Übungen, sich von den formatierten Alltagswahrnehmungen, die alles in Rollen, Erwartungen und Vor-Urteilen einordnen, zu distanzieren.

 

 

 

Aktivitäten

 

Leben aus der Frageperspektive

Einen Rahmen schaffen, in dem sich von dem Alltag distanziert werden kann: Abgeschlossener Raum, eventuell Hintergrundmusik, zeitlicher Übergang zu Momenten der Konzentration.

Einleitende Worte über die Bedeutung von Lebensfragen. Die Herausforderung der Übung ist, gemeinsame Fragen (und nicht Antworten!) zu finden, die uns bewegen und berühren – die für uns als Menschen grundlegend sind.

Es werden sieben Grundkategorien vorgegeben (die können variieren in Anzahl und Inhalt): Mensch-Sein – Grundstimmungen – Selbstbilder – Andere / Vielfalt – Systeme – Welten-Räume – Verbindend-Verbindliches. Die Teilnehmenden können sich diesen Grundkategorien frei zuordnen, je nach eigenem Interesse bzw. eigenen Fragen, die die einzelnen beschäftigen.

 

Aufgabe ist es, zu gemeinsamen Fragestellungen zu finden und diese aufzuschreiben. Dabei sollte gut auf die Formulierung geachtet werden, damit sich auch alle darin wiederfinden. Wenn eine der Grundkategorien nicht besetzt ist, ist es kein Problem. Nach 15 Minuten werden die Ergebnisse, die auf einem Flip-Chart-Papier notiert worden sind, eingesammelt. Eine zweite Runde wird eingeläutet. Die zweite Gruppe weiß nichts von den Fragen der ersten Runde. Sie dauert wie die erste ebenfalls 15 Minuten.

Am Ende wird im Plenum eine Reflektion durchgeführt.

Zunächst soll der Prozess der Einigung auf die Fragen beschrieben und ausgewertet werden: „Stimmt es, dass die Menschen gleiche Grundfragen haben, unabhängig von ihrem Lebenskontext? War es einfach, diese herauszufinden? Welche Hürden gab es?“

Dann geht es um die Grundfragen an sich: Was bedeutet es für uns,

wenn wir uns bei diesen Fragen treffen können? Woher rühren die

unterschiedlichen Antworten? Wie können wir uns bei den unterschiedlichen Versuchen, die Fragen zu beantworten, gegenseitig bereichern?

 

Ziele der

Methoden

 

Miteinander in einen Lernprozess über gemeinsame Grundfragen an das Leben/des Lebens einsteigen.

Gemeinsames Menschliches erkennen sowie die Besonderheiten jedes einzelnen.

 

 

Zielgruppe

 

Erwachsene, Jugendliche mit unterschiedlicher Herkunft

 

 

Transfer

in verschiedene Kontexte

 

 

 

Anwendbar in verschiedensten Kontexten, auch oder gerade mit Gruppen, die sich (noch) fremd sind. Deshalb gut geeignet für die Arbeit mit Gruppen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Geflüchtete oder nicht.

 

Literatur

 

Die Methode wurde von der Arbeitsgruppe Religionspädagogik und Globales Lernen ausgearbeitet, die sich auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend in Deutschland (AEJ) gebildet hat. Es liegt dazu ein noch unveröffentliches Grundlagenpapier vor.

Siehe inspirierend dazu Jostein Gaarder: Hallo, ist da jemand? Dtv, S.20-23

 

 

 

 

 

Kontext

 

 

Globale, transformative Pädagogik

 

 

Methode 23

 

Kochen in der Gemeinschaft – ein anderer Begegnungsraum

Vorgestellt von Hanna Schiebel

Im Sinne von Essen verbindet Menschen treffen sich Menschen aus verschiedenen Nationen und kochen gemeinsam. Die Teilnehmenden besprechen das Rezept und koordinieren gemeinsam das Kocheereignis.

Diese Methode erlaubt es, in einer anderen Form mit dem Andersein in Kontakt

zu kommen.

 

 

 

Aktivitäten

 

Äußere Rahmen: Eine große Küche und einen oder mehrere (Laien-)Köche

Themen

  • Syrisches Finger Food
  • kulinarische Reise nach Afghanistan
  • Gambischer Abend
  • Mit der Kartoffel um die Welt
  • Linsen nah und fern
  • Die Welt in einer Teigtasche (Tortellini, Börrek, Samosa, Maultaschen, Fatayer, ...)

 

 

Ziele der Methoden

 

  • Kontakte und ein Netzwerk zwischen den Teilnehmenden knüpfen
  • Gegenseitige Vorurteile abbauen und durch eigene Erfahrungen

auffüllen

  • Neue Freunde finden
  • Gemeinsam köstliches Essen genießen mit Rezepten aus aller Welt

 

 

Zielgruppe

 

Geflüchtete und Einheimische

 

 

 

Literatur

 

 

www.ueberdentellerrand.org, freiburg@ueberdentellerrand.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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